Manufaktur "Palacio Villalba" von José Suárez Murias: Unterschied zwischen den Versionen

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  S. auch [[Geschichte der kubanischen Manufakturen]], [[Historisches]]
  S. auch [[Geschichte der kubanischen Manufakturen]], [[Historisches]]


Die Textvorlage stammt aus dem Cigar Journal von [http://www.5thavenue.de 5THAVENUE Products Trading GmbH], [http://www.5thavenue.de/habanos/data_doc/458-Cigar_Journal_no33.pdf Ausgabe 33], August 2008.
Die Textvorlage stammt aus dem Cigar Journal von [http://www.5thavenue.de 5THAVENUE Products Trading GmbH], [http://www.5thavenue.de/habanos/data_doc/473-Cigar_Journal_33.pdf Ausgabe 33], August 2008.


[[Bild:Palacio_Villalba.jpg]]
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Aktuelle Version vom 26. September 2008, 13:53 Uhr

S. auch Geschichte der kubanischen Manufakturen, Historisches

Die Textvorlage stammt aus dem Cigar Journal von 5THAVENUE Products Trading GmbH, Ausgabe 33, August 2008.

Palacio Villalba.jpg

Bildquelle: 5THAVENUE Products Trading GmbH

Der „Palacio Villalba“ ist einer der CigarrenpalĂ€ste, die nicht, wie beispielsweise „La Meridiana“, „La Escepcion“ oder „El Eden“, als solche konzipiert und erbaut wurden. Das GebĂ€ude existierte bereits, wurde von einem Cigarrenfabrikanten erworben und als Manufaktur eingerichtet. Der „Palacio Villalba“ befindet sich auf der Calle Egido 2, zwischen der Calle Dragones und der Calle Maximo Gomez. Er ist nur wenige hundert Meter von der Manufaktur „La Escepcion“ entfernt. Auch vom Capitolio aus lĂ€uft man nur ein paar Minuten die Calle Dragones hinunter in Richtung Havana Vieja, Alt-Havanna. Das GebĂ€ude ließ der MarquĂ©s de Villalba im Jahre 1875 errichten. Platz wurde in diesem Teil der damals eigentlich schon dicht besiedelten Stadt Havanna durch den Abriss der nicht mehr notwendigen alten Stadtmauer, die inzwischen mitten durch die Stadt verlief. Das schaffte Bauland fĂŒr mehrere Prachtbauten, darunter diesen Palacio. Der Palacio steht ĂŒbrigens an exakt der Stelle, an der sich frĂŒher eines der Stadttore, die berĂŒhmte „Puerta de Tierra“, befand.

Der MarquĂ©s verstarb ein paar Jahre spĂ€ter, Einzelheiten ĂŒber die UmstĂ€nde seines Todes sind nicht bekannt. Seine Witwe jedenfalls bot das Haus zum Verkauf an. Dies muss in den frĂŒhen 80er Jahren des 19. Jahrhunderts gewesen sein. Zu diesem Zeitpunkt interessierte sich JosĂ© SuĂĄrez Murias fĂŒr das GebĂ€ude, ein weitlĂ€ufiger Verwandter von Pedro SuĂĄrez Murias, dem GrĂŒnder der Manufaktur „La Meridiana“. Die Familie Murias war damals ĂŒber viele Jahrzehnte hinweg eine der grĂ¶ĂŸten im Tabak- und CigarrengeschĂ€ft und hat einen wesentlichen Beitrag zum Ansehen und dem Wert der Habanos beigetragen, den sie auch heute noch genießen. JosĂ© SuĂĄrez Murias fertigte neben anderen Marken die „La Flor de Jose Suarez Murias“ und „J.S. Murias“. Heute sind diese Namen, ganz im Gegensatz zu frĂŒheren Zeiten, niemandem mehr ein Begriff. JosĂ© Murias verkaufte die Marken allerdings noch vor der Jahrhundertwende, zu Zeiten des BĂŒrgerkrieges, an die englische Gesellschaft „Henry Clay & Bock Ltd.“, welche wiederum nur wenig spĂ€ter in amerikanische Hand ĂŒberging. Die Marken, die vormals im „Palacio Villalba“ gefertigt wurden, kamen fortan aus der Fabrik „La Corona“, auch als „Palacio de Hierro“ bekannt, der in einer der nĂ€chsten Ausgaben des „Cigar Journal“ vorgestellt wird.

Das GebĂ€ude beherbergt heute unter anderem die „Sociedad Cultural Rosalia de Castro“. Von außen wirkt es mĂ€chtig und beinahe ein wenig verlassen, da sĂ€mtliche Fenster im oberen Stockwerk mit hölzernen FensterlĂ€den versehen sind. Ein schönes Eisengitter ĂŒber der massiven HolztĂŒr mit EisenbeschlĂ€gen trĂ€gt die Initialen des ersten Besitzers des Palacios, des MarquĂ©s de Villalba, und legt Zeugnis ĂŒber das Baujahr des Hauses ab. Eine Besichtigung des Innenhofes und der oberen Etage ist möglich. Steigt man die einstmals prĂ€chtige Treppe in den oberen Stock hinauf, erahnt man die schon beinahe verblasste Schönheit dieses GebĂ€udes. Durch einen großen Lichthof fallen Sonnenstrahlen in das Innere des GebĂ€udes und verleihen den altehrwĂŒrdigen Mauern einen strahlenden Glanz.

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