Kuba - diverse Themen

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Ricci


05.05.2008 20:33
Zuletzt bearbeitet von Ricci am 05.05.2008 20:33

Cuba löst 104 Staatsbetriebe in der Landwirtschaft auf

Boden für landlose Arbeiter und Bauern

"Im Rahmen der vor Wochen begonnenen Agrarreformen hat die cubanische Regierung die Auflösung von 104 unwirtschaftlichen Staatsbetrieben in der Landwirtschaft beschlossen. Wie "Granma", das Blatt der Kommunistischen Partei, gestern weiter berichtete, sollen die restlichen Agrarunternehmen "rationalisiert und neuen Bedingungen angepasst" werden. Sie sollen in Zukunft vor allem Dienstleistungen erbringen, so die Zeitung, ohne auf Einzelheiten einzugehen.

Cubas Landwirtschaft ist nach fünf Jahrzehnten kommunistischer Planwirtschaft nicht in der Lage, die rund elf Millionen Einwohner der Karibikinsel zu ernähren. 2007 hat das Land Lebensmittel im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro eingeführt. Für 2008 sind etwa 1,4 Milliarden Euro für den Lebensmittelimport vorgesehen. Um die Abhängigkeit von den teuren Einfuhren zu mindern, will die neue Regierung unter Raúl Castro die landwirtschaftliche Produktion ankurbeln.

Im Zusammenhang mit den Agrarreformen sollen unter anderem ungenutzte landwirtschaftliche Flächen an landlose Arbeiter und Bauern vergeben werden. Von den 3,5 Millionen Hektar Land wird rund die Hälfte nicht oder mangelhaft genutzt. Nur 32 Prozent der Flächen werden nach offiziellen Angaben von Kooperativen bearbeitet, der Rest von privaten Bauern."

Quelle:smokersnews.de


Aficionado

bureaucrat,sysop
04.05.2008 15:25
Zuletzt bearbeitet von Aficionado am 04.05.2008 15:26

Noch ein Beitrag zur Thematik Öffnung: heise online schreibt im Artikel "Erste Computer für Privatnutzung in Kuba erhältlich":

(...)"Nachdem Kubas Staatschef Raul Castro bereits im März den privaten Kauf von Computern und anderen Elektrogeräten wieder zugelassen hatte, stehen nun nach einem Bericht der BBC die ersten Computer in den Läden: Im Einkaufszentrum Carlos III in Havanna haben sich demnach Menschenmengen gebildet – die meisten kamen allerdings nur, um sich die Geräte anzuschauen. Die Computer kosten fast 800 Dollar in einem Land, in dem das Durchschnitteinkommen nicht einmal 20 Dollar beträgt. Doch einigen Kubaner haben Verwandte im Ausland, mit deren Hilfe sie ihr Einkommen aufstocken können."

Beste Grüsse, A.


Aficionado

bureaucrat,sysop
04.05.2008 15:23

Die kubanische Bloggerin Yoani Sánchez erhält den renommierten spanischen Medienpreis "Ortega y Gasset" für Online-Journalismus. Die TAZ schreibt in "Insel der Informationen":

"(...) Dabei versteht sich die Yoani Sánchez, der Anfang Mai der renommierte spanische Medienpreis "Ortega y Gasset" für Online-Journalismus verliehen wird, nicht als Journalistin. Für sie ist "Generación Y" eine Art Selbsttherapie. Hier "kann ich schreiben, was ich denke und nicht in der offiziellen Presse sagen kann", schreibt die junge Frau, die ihr Geld mit Übersetzungen verdient."

Beste Grüsse, A.


Aficionado

bureaucrat,sysop
01.05.2008 19:25
Zuletzt bearbeitet von Aficionado am 01.05.2008 19:26

"With efficiency, quality and productivity, we salute the first of May", war ein Slogan der 1. Mai Feierlichkeiten auf Kuba. Reuters schreibt dazu im Artikel "Cuba urges economic gain, work at May Day rally", dass im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich einige Fortschritte erzielt werden konnten. Die Regierung verlange aber weitere Kostensenkungen und die Erreichung der notwendigen ökonomischen Effizienz.

Beste Grüsse, A.


Enjoy

bureaucrat,sysop
29.04.2008 15:33
Zuletzt bearbeitet von Enjoy am 29.04.2008 15:38

Hardcore Kuba-Information von RedGlobe Nachrichten (Raúl Castro kündigt nächsten Parteitag der kubanischen KP an) über den ersten Parteikongress seit 13 Jahren und die Haltung der kubanischen Regierung gegenüber der Todesstrafe.

Etwas weniger archaisch mutet die Berichterstattung der Zeit (Kuba: Castro wandelt Todesurteile in Haftstrafen um) und der AP (Cuba to convene first Communist Party congress since 1997) an.


ThomCat


28.04.2008 15:40

Sehr geehrte Herren Macher,

Das "Cigar Wiki" bereitet sehr viel Freude. Die Aufmachung, der gepflegte Umgang und die redaktionellen Inhalte, beispielsweise über die Cuba, sind ausserordentlich gelungen.

Vielen Dank und freundliche Grüsse, T.C.


Compadre


28.04.2008 12:39

Hola! Der ist auch gut "Die letzte Perestrojka" in der Zeit.

"Ausgangspunkt des Rundgangs ist die Welle der Offerten, die Raúl Castro der Bevölkerung unterbreitet hat, seit er vor genau zwei Monaten die Macht von seinem Bruder übernahm. Besonders den vergangenen Monat hat Castro II. zum Vormärz der Perestrojka des letzten noch verbliebenen realsozialistischen Staates gemacht (sieht man vom Sonderfall Nordkorea ab). Was der charismatische Fidel Castro stets strikt verbot, um die Abkehr der Bürger vom Kommunismus und ihre Verführung durch Konsum und Konterrevolution zu verhindern, gesteht ihnen sein unscheinbarer Bruder jetzt in einer Art politischem Winterschlussverkauf zu."


Enjoy

bureaucrat,sysop
28.04.2008 09:54

Wired über kubanische Blogger: "Bloggers offer glimpse of uncensored Cuba".


Ricci


22.04.2008 19:33
Zuletzt bearbeitet von Ricci am 30.04.2008 10:08

Fidel sieht Verrat an seinem Erbe / Raúl plant weitere Freiheiten zu gewähren

"Maximo Lider" im Ruhestand, Fidel Castro, ist mit dem politischen Kurs seines Bruders und Nachfolgers an der Staatsspitze Raúl Castro, unglücklich. Die jüngsten Liberalisierungsmaßnahmen wie die Zulassung von Mobiltelefonen für alle Cubaner, die einen regelrechten Handy-Kaufboom ausgelöst hatten, oder der nunmehr erlaubte Kauf von Computern bezeichnete er als schändliche "Zugeständnisse an die Ideologie des Feindes".

In einem Kommentar in der Parteizeitung "Granma" warnte er die neue Führung ausdrücklich davor, die Restriktionen der Sonderperiode nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion überstürzt zu beseitigen. "Die UdSSR hat die ideologische Schlacht verloren, und das zwang uns in eine Etappe des heroischen Widerstandes, aus der wir auch heute noch nicht völlig herausgelangt sind", schrieb der erkrankte Revolutionsführer.

Sein Bruder Raúl Castro plant indes, den Cubanern weitere Freiheiten zu gewähren. So legte das Parlament des kommunistischen Landes nun ein Reformprojekt zur Reisefreiheit vor. Dieses soll die Reisebeschränkungen für die Cubaner beenden, die bisher immer noch eine Genehmigung, die "Weiße Karte", beantragen müssen, wenn sie ins Ausland reisen wollen. Dem Staat soll auch untersagt werden, das Eigentum der Bürger zu konfiszieren, die das Land verlassen haben. Außerdem sollen Bürger, die im Ausland leben, das Wahlrecht bekommen und die Möglichkeit haben, in Cuba zu investieren.


Alles Castro, oder?

Auf Cuba liegt eine Menge Macht in den Händen der Familie Castro

Wo in Cuba die Macht sitzt, da sind auch sie: Die Castro`s. Ob im Geheimdienst, bei der Leibgarde, in der Industrie oder in Ministerien, Mitglieder der Castro-Familie sitzen fast überall in den Schlüsselpositionen.

Als „Reformer“ wird aktuell Cubas neuer Staatschef Raúl Castro gelobt. Der 76-Jährige, der im Februar das Amt von seinem Bruder Fidel übernommen hatte, erlaubt neuerdings den legalen Erwerb von Handys, Computern und DVDs jenseits des Schwarzmarktes. Weiterhin steht fest, dass ein weitverzweigter Castro-Clan die Geschicke in der Politik und in weiten Teilen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft dominiert.

Zwei ehemalige cubanische Regierungsbeamte, Roberto Hernandez del Llano und Eugenio Yánez, haben jetzt in Zusammenarbeit mit der in Frankfurt am Main ansässigen Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) eine umfangreiche Auflistung des Castro-Clans vorgelegt.

Danach ist Alejandro Raúl Castro Espin, Sohn von Raúl, im Innenministerium für den kubanischen Geheimdienst tätig. Er koordiniert den Austausch geheimdienstlicher Informationen mit China. Fidel Castro Diaz-Balart, genannt Fidelito, wurde 1949 als erster Sohn Fidels in der später geschiedenen ersten Ehe mit Mirta Diaz-Balart geboren. Um 1984 wurde Fidelito Direktor der kubanischen Atomenergiekommission. Heute hat er keine mächtige Position inne. Aber als Berater des Ministeriums der Grundindustrie dürfte seine Existenz gesichert sein. Der promovierte Mediziner Antonio Castro Soto, einer der angeblich insgesamt fünf Söhne aus Fidels zweiter Ehe mit Dalia Soto del Valle, ist am Frank-Pais-Hospital in Havanna beteiligt und zugleich Mannschaftsarzt für das kubanische Baseball-Team. Dessen Onkel Ramon Castro Ruz, ältester Bruder von Fidel und Raúl, berät auch, und zwar das Zuckerministerium. Luis Alberto Rodriguez López-Calleja, Schwiegersohn von Raúl Castro, ist Vorstandschef des Konzerns Gaesa, der auch im militärischen Bereich aktiv ist. Mariela Castro Espin, Tochter von Raúl, ist Chefin eines „Zentrums für Aufklärungsunterricht“. Deborah Castro Espin, ebenfalls Tochter von Raúl, berät das Bildungsministerium. Raúl Alejandro Rodriguez Castro, Enkel von Raúl Castro und in dessen Leibgarde, ist für die Sicherheit des Staatschefs zuständig. Marcos Portal Leon, der eine Nichte von Raúl Castro heiratete, ist Leiter der Nickelindustrie des Landes. Außerdem sitzt er im Zentralkomitee der allein regierenden Kommunistischen Partei. Alfonsito Fraga, ein Verwandter von Raúl Castro, ist im Außenministerium tätig.

Einzig Alina, uneheliche Tochter von Fidel Castro, floh 1994 als spanische Touristin verkleidet von der Insel. Sie lebte mit ihrem Vater bereits seit den 80er-Jahren in heftiger Fehde und verachtet das von ihm errichtete Regime.

Quelle:smokersnews.de [ [ Hier noch der wikipedia Eintrag in Englisch zu Alina Fernandez: http://en.wikipedia.org/wiki/Alina_Fern%C3%A1ndez]


Aficionado

bureaucrat,sysop
19.04.2008 11:53
Zuletzt bearbeitet von Aficionado am 19.04.2008 11:54

Kubas jüngere Geschichte und Gegenwart für einmal aus etwas anderer Warte: "Attentate auf Supermann Castro - eine Chronik", zusammengetragen und publiziert von der Russischen Informations- und Nachrichtenagentur Novosti.

Beste Grüsse, A.


Enjoy

bureaucrat,sysop
17.04.2008 08:45
Zuletzt bearbeitet von Enjoy am 17.04.2008 08:45

"Cuba says reforms not an open door to U.S. subversion", Reuters, 17.4.2008

Cuba said on Wednesday that a series of reforms ordered by new President Raul Castro will strengthen socialism and it will not tolerate attempts by the United States and local dissidents to subvert it.
"There is no space for the dreams of adversaries, internal mercenaries and fifth columnists," an editorial in the ruling Communist Party newspaper Granma said.


Aficionado

bureaucrat,sysop
16.04.2008 12:52
Zuletzt bearbeitet von Aficionado am 16.04.2008 12:52

National Geographic hat die Mobiltelefon-Geschichte im Artikel "Cubans Buzzing Over First Legal Cell Phones" aufgenommen und relativert am Schluss des Beitrages:

"(...) But in written essays Fidel recently criticized DVDs, cell phones, the Internet, email, and the social networking site Facebook, asking: "Does the kind of existence promised by imperialism make any sense?"
And he wrote on Saturday that the island may be going too far in easing some restrictions.
"As in Cuba, there are those with theories about easy access to consumer goods," he wrote, dismissing those people as "imperial ears and eyes hungry for these dreams."

Beste Grüsse, A.


Aficionado

bureaucrat,sysop
15.04.2008 21:56

Morgen trifft der Papst Georg W. Bush. Thema der Gespräche wird laut RP Online ("Zwei Weltmächte treffen aufeinander") u.a. das US Emgargo gegen Kuba sein.

"(...) Alte Streitthemen zwischen Washington und Rom sind das US-Handelsembargo gegen Kuba und die Anwendung der Todesstrafe in den USA."

Beste Grüsse, A.


Enjoy

bureaucrat,sysop
15.04.2008 11:10
Zuletzt bearbeitet von Enjoy am 15.04.2008 11:11

"Handy-Verkauf in Kuba mit langen Wartezeiten", KleinReport, 15.4.2008:

"Der seit Montag erlaubte freie Verkauf von Mobiltelefonen in Kuba hat zu langen Warteschlangen vor den Geschäften in der Haupstadt Havanna geführt. Dabei sind die Kosten für die Mobiltelefone und die Gespräche für die Kubaner sehr hoch. Die erhältlichen sechs Modelle kosten zwischen 65 und 290 Dollar. Die Erteilung einer Nummer wird mit 120 Dollar berechnet, Telefonkarten mit Guthaben sind für elf, 21 oder 42 Dollar zu haben. Wer sich also für das billigste Telefon entscheidet, muss insgesamt mindestens 196 Dollar bezahlen... "


Aficionado

bureaucrat,sysop
14.04.2008 12:53
Zuletzt bearbeitet von Enjoy am 14.04.2008 14:16

Auf Wunsch von User Secundo eröffne ich einen neuen Thread zu Kuba. Einige Postings, die unter "Fidel Castros Rücktritt" platziert waren, füge ich unten an.

Beste Grüsse, A.


Die Banken- und Anlegerwelt beginnt sich (wieder) für Kuba zu interessieren. Stock World schreibt:

"(...) Noch vor Kurzem hätte es kaum jemand für möglich gehalten: Der Inselstaat werde für Investoren interessant. Doch Dank einer gut ausgebildeten Bevölkerung, attraktiver Tourismusziele und wichtiger Rohstoffressourcen wachse die Wirtschaft des Landes seit 2005 im zweistelligen Bereich und habe allein im vergangenen Jahr um rund zehn Prozent zugelegt. Damit gehöre der karibische Inselstaat zu den Spitzenreitern innerhalb Lateinamerikas. Die Société Générale biete Anlegern erstmals die Möglichkeit, von der zukünftigen Entwicklung der kubanischen Wirtschaft zu profitieren."

Und das mit zwei Cuba Baskets. Die Begründungen des Emittenten und die Zusammensetzung der Baskets finden sich in den Zertifikate News von Société Générale.

Beste Grüsse, A.


"Kaufrausch auf Kuba" (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,545005,00.html) im Spiegel (2.4.08). Hasta luego.


Der nächste Öffnungsschritt: "Castro erlaubt Aufenthalt in Touristenhotels", Der Spiegel: "Ab sofort ist es den Kubanern erlaubt, in bislang ausländischen Touristen vorbehaltenen Hotels zu wohnen. Angestellte mehrerer Hotels in der Hauptstadt Havanna bestätigten, dass eine entsprechende Anweisung ergangen sei."


(Beitrag auch in Thread Presse, News & Zigarren)

"Kuba, Castro und Cohiba", Handelsblatt, berichtet über Börsenwetten auf das Kuba der Zukunft: "Bei einer Öffnung Kubas würden einige US-Unternehmen gute Geschäfte machen. Außerdem bevölkern zahlungskräftige Exil-Kubaner die Südküste der Vereinigten Staaten und warten nur auf ihre Chance. Es geht um weit mehr als bessere Verkaufschancen für die legendäre kubanische Zigarre, die Cohiba. Manche Firmen würden bei einer Aufhebung des seit 1962 bestehenden Handelsembargos der USA gegen das herunter gewirtschaftete Kuba ins Spiel kommen. In der Branchenperspektive kämen die Gewinner vor allem aus Tourismus, Schifffahrt, Infrastruktur und dem Rohstoffbereich."


Nach den Computern das Handy: "Cuba allows unrestricted cellular phone service", Reuters, 28.3.2008:

"Cuba announced on Friday that it will allow Cubans the unrestricted use of mobile telephones for the first time in the latest step by new President Raul Castro to improve access to consumer goods.
Cuba has the lowest rate of cellular telephone use in Latin America with the service been mainly restricted until now to foreigners and government officials."

"Kubaner dürfen wieder Computer kaufen", schreibt heise online heute:

"(...) Der neue kubanische Staats- und Regierungschef Raul Castro hat den freien Verkauf von Computern, DVD-Playern und anderen Elektrogeräten in dem kommunistischen Land wieder zugelassen. Bislang war der Handel mit diesen Geräten auf der Karibikinsel staatlich reglementiert. Als Grund für die Lockerung wird Pressemeldungen zufolge eine bessere Stromversorgung auf Kuba angegeben."

Beste Grüsse, A.


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