Kuba - diverse Themen

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Aficionado

bureaucrat,sysop
30.11.2008 09:57

Laut Reuters wohnte Raúl Castro der ersten Seligsprechung eines kubanischen Geistlichen durch die katholische Kirche bei. Nach Jahrzehnten des offiziellen Atheismus wird dieser Akt - und vor allem auch das Beisein von Raúl Castro - als prägnantes Zeichen für den Reformationswillen gedeutet.


Ricci


25.11.2008 23:45
Zuletzt bearbeitet von Ricci am 25.11.2008 23:48

Barack Obama ist Kubas Hoffnung

von Reinaldo Escobar, Journalist 25.11.2008 - 16.43 Uhr


Wenn die neue amerikanische Regierung die Beschränkungen, die Kuba auferlegt sind, verminderte oder ganz aufhöbe, würde sich das Leben der Menschen auf der Insel merklich verbessern. Auf der anderen Seite verlören die in Kuba Herrschenden ihr wichtigstes Argument zum Erhalt der Unterdrückung der kubanischen Bevölkerung.

Noch nie waren die Kubaner mit dem Ergebnis einer amerikanischen Präsidentschaftswahl so zufrieden wie mit derjenigen vom November 2008. Mit der Wahl Obamas und dem Gefühl für echten Wandel zeichnet sich zum ersten Mal ein Hoffnungsstreifen ab, dass der Konflikt zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten doch noch zu einem zivilisierten Ende finden könnte.

Wenn die neue amerikanische Regierung die Wirtschaftsbeschränkungen, die Kuba auferlegt sind, verminderte oder ganz aufhöbe, wenn sie ihren Staatsbürgern erlaubte, frei und ohne Beschränkungen auf die Insel zu fahren, und wenn sie die Überweisung von Geldern (Remesas) von in Amerika lebenden Angehörigen nach Kuba freigäbe, dann würde sich das Leben der Menschen auf der Insel merklich verbessern. Und auf der anderen Seite würden die in Kuba Herrschenden ihr wichtigstes Argument zum Erhalt der Unterdrückung der kubanischen Bevölkerung verlieren, denn noch gilt jeder, der sich der Politik der Kommunistischen Partei widersetzt, als „Alliierter des amerikanischen Imperialismus, der die Errungenschaften der kubanischen Revolution zerstören will und das kubanische Volk durch Hunger und Krankheiten zu töten versucht“.

Spielverderber Fidel Castro

50 Jahre der Konfrontation – mit diplomatischen Pressionen, Wirtschaftsblockaden, Undercoveraktivitäten der CIA – haben es nicht geschafft, das älteste totalitäre Regime in Amerika zu stürzen. Ein konstruktiver und vom Respekt geprägter Dialog könnte diesen Konflikt beenden, bei dem niemand gewonnen hat und alle nur verloren haben.

Der einzige Spielverderber ist der ehemalige Präsident Fidel Castro. Er schrieb vor Kurzem – wieder einmal – in einer seiner häufig publizierten „Reflexionen“ Folgendes: „Es wäre höchst blauäugig zu glauben, dass die guten Absichten einer intelligenten Person das verändern könnten, was Jahrhunderte an Eigeninteresse und Egoismus geschaffen haben.“

Er würde Barack Obama nur akzeptieren, wenn dieser auf dem Weißen Haus in Washington eine rote Fahne hisste.

Für die Mehrheit der Kubaner hingegen wäre es der Moment, an dem sich ein Fenster auftäte für eine Chance der Verständigung zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten, ohne dass eine der beiden Seiten dabei einen Sieg nur für sich davontrüge oder eine demütigende Kapitulation einforderte.

Der Autor, Jahrgang 1947, ist ein regimekritischer kubanischer Journalist. Seine Artikel finden sich in verschiedenen europäischen Publikationen, so etwa in „Encuentro en la Red“ und in der digitalen Zeitschrift „Consenso“. Im Wechsel mit seiner Frau Yoani Sanchez wird er künftig regelmäßig für die WELT schreiben. Übersetzung: Hildegard Stausberg

Wer kommentieren will, bitte hier:http://debatte.welt.de/kolumnen/93/kolumne/100489/barack+obama+ist+kubas+hoffnung]


Ricci


09.11.2008 13:05
Zuletzt bearbeitet von Ricci am 09.11.2008 13:09

Die Wams bringt einen Artikel über die Lage in Kuba, mit dem Titel:

GULAG in der Karibik [1]


Enjoy

bureaucrat,sysop
29.10.2008 15:44

Aus dem Blog der Hinweis auf "Warten auf den Tag X", Manager Magazin, 29.10.2008:

“Weltweite Finanzkrisen können Kuba kaum schocken, die Verstaatlichung von Banken hat in dem armen Land schon vor Jahrzehnten stattgefunden. Fraglich ist allerdings, wie es nach dem absehbaren Ende der Castro-Ära weitergeht. Investoren aus China, Russland, Venezuela und den USA stehen bereits in den Startlöchern.”


Enjoy

bureaucrat,sysop
24.10.2008 08:48

"EU und Kuba und USA" im Blog:

Im Artikel “EU beendet Entwicklungshilfe-Stopp gegenüber Kuba” schreibt Spiegel Online:
“(…) Nach Angaben der EU-Kommission stellte der für Entwicklungshilfe zuständige EU-Kommissar Louis Michel 25 Millionen Euro aus dem EU-Haushalt in Aussicht - für Projekte in den Bereichen Umwelt, Technologie, Handel, Kultur und Katastrophenschutz. Dies geht aus einer Erklärung hervor, die Michel am Donnerstag bei einem Besuch in Havanna unterzeichnete. Fünf Jahre lang hatte die Entwicklungszusammenarbeit auf Eis gelegen.”
Laut Spiegel hatte die EU aus Protest gegen die Verhaftung kubanischer Oppositioneller die Beziehungen im Jahr 2003 eingefroren.
Einen spannenden Kuba-Beitrag habe ich gestern auf DRS 2 gehört. “US Wahlen - der ungeliebte Nachbar Kuba” kann hier gehört oder heruntergeladen werden.


Enjoy

bureaucrat,sysop
23.10.2008 16:25

Cigar Journal von 5TH AVENUE über die Hurrikan-Schäden auf Kuba (s. auch Blog-Beitrag und Artikel / Kolumnen).


Enjoy

bureaucrat,sysop
22.10.2008 16:53

BAZ Online, "Wird Kuba zu einer neuen Ölmacht?":

"In naher Zukunft könnte über Kuba ein Geldregen niederprasseln – vorausgesetzt, die jüngsten Schätzungen der staatlichen Erdölgesellschaft Cuba Petróleo (Cupet) erweisen sich als zutreffend. Laut Rafael Tenreyro, der bei Cupet für die Erschliessung neuer Erdölquellen zuständig ist, belaufen sich die kubanischen Rohstoffvorkommen im Golf von Mexiko auf bis zu 20 Milliarden Fass. Dies entspräche ungefähr den Reserven der USA und würde Kuba unter die zwanzig grössten Fördernationen der Welt katapultieren. Die amerikanische Behörde Geological Survey geht allerdings lediglich von 9 Milliarden Barrel aus. «Wir kennen die Geologie unseres Landes besser als die Amerikaner», entgegnet Tenreyro. Nächstes Jahr soll die Förderung des neu entdeckten Reichtums beginnen."


Enjoy

bureaucrat,sysop
29.09.2008 09:06
Zuletzt bearbeitet von Enjoy am 29.09.2008 09:06

"Hühnerbeine für Castros Regime", Spiegel Online, 29.9.2008:

"Hartleibig isoliert die Regierung von George W. Bush das sozialistische Kuba - doch die Wirtschaft macht Druck. Die US-Unternehmen ersehnen sich lukrative Exportgeschäfte - und hoffen auf Barack Obama als Türöffner."


Enjoy

bureaucrat,sysop
26.09.2008 10:38

"Havanna-Produktion nicht gefährdet", Aficionados Blog (26.9.2008):

Apropos Hurrikan-Schäden (s. Spendenaufruf Kinderhilfswerk Camaquito), Reuters schreibt unter “Cuban cigar supply said not hurt by hurricanes“, dass die Havanna-Produktion wenigstens bis und mit 2009 nicht gefährdet sei. Laut Reuters seien zwar rund 2 Millionen Pfund Tabak zerstört worden, die Reserven würden aber die Nachfrage decken (Anmerkung: In anderen Meldungen wird erklärt, dass die betroffenen Tabake zwar durchnässt seien, zum grossen Teil aber wieder hergestellt werden könnten).
Wie auch immer: Manuel Garcia von Habanos S.A. erklärte, dass beträchtliche Investitionen in den Wiederaufbau der Infrastruktur getätigt werden müssten: “Undoubtedly we are going to need an important financial injection for the tobacco (industry).”


Aficionado

bureaucrat,sysop
23.09.2008 09:45

Prensa Latina informiert über die Fortschritte der Wiederherstellungsarbeiten:

Cuba Tobacco Growers Recovering
Pinar del Rio, Cuba, Sep 22 (Prensa Latina) Famous worldwide, the tobacco companies from the country’s western zone are the stage of intensive projects to recover from damages occurred from the passing of devastating hurricanes Gustav and Ike.
Despite damage by both storms, the territory, the largest tobacco producer in the island, is in condition for total recovery, Enrique Cruz, director of the Tobacco Provincial Group, told Prensa Latina.
Those hurricanes damaged over 7,000 curing houses for drying tobacco, 4,000 of them completely destroyed, as well as destruction in areas for the classification of the leaves and other facilities in one of the main sectors of this province.
Cruz stated that to rapidly erase the effects of those devastating tropical storms, the country is organizing 60 specialized brigades to work on the reconstruction of that infrastructure.
After the passing of hurricanes Gustav and Ike, about 11.6 million pounds of tobacco, initially protected with tarps, were exposed to the elements due to loss of the covers from strong gusts of wind at 186 mph.


Aficionado

bureaucrat,sysop
18.09.2008 19:49

Miami Herald schreibt in “Hurricanes devastate Cuban’s tobacco industry” detailliert über die Schäden und unter anderem:

“It is possible that the scarcity of Cuban tobacco will pump up prices.
Not counting the United States, Cuban cigars account for 80 percent of the world market. Cohiba, Robaina, Quintero, Partagas and Romeo y Julieta brands, among others, are all hand-rolled from premium tobacco in a process that has changed little over hundreds of years.”


Enjoy

bureaucrat,sysop
11.09.2008 16:12
Zuletzt bearbeitet von Enjoy am 11.09.2008 16:14

Bild.de schreibt in "Fidel Castro: 'Ein Nuklearschlag'":

"Die Hauptstadt Havanna ist ohne Strom, sämtliche Straßen sind überflutet, 370 Häuser zusammen gefallen und die Tabakernte – einer der wenigen Wirtschaftszweige Kubas – vernichtet.
Im ganzen Land wurden Straßen, Brücken, Strom- und Telefonleitungen zerstört, ebenso Lebensmittellager. Die Industrie steht still, darunter auch der für den Export wichtige Nickelabbau. Fünf Menschen kamen nach offiziellen Angaben ums Leben.
Zwei Tropenstürme innerhalb von zehn Tagen haben die arme Insel schwer verwüstet. Fidel Castro bezeichnet die Folgen der Naturkatastrophe als einen „Nuklearschlag“ für Kuba."

Swissinfo.ch beziffert die Schäden "nach Angaben der Vereinten Nationen" auf bis zu vier Milliarden Dollar.


Enjoy

bureaucrat,sysop
09.09.2008 10:09
Zuletzt bearbeitet von Enjoy am 09.09.2008 10:10

Neuestes Update zu den Hurrikans. Laut Spiegel hat es Kuba nun ziemlich heftig getroffen: "Tote und Verwüstungen durch Hurrikan "Ike":

"Traurige Bilanz des Hurrikans "Ike": Bei dessen Zug über Kuba sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, Kaffeefelder und Zuckerrohrplantagen wurden verwüstet. Zurück auf dem offenen Meer, soll er nun an Stärke zulegen."


Enjoy

bureaucrat,sysop
08.09.2008 08:44
Zuletzt bearbeitet von Enjoy am 08.09.2008 14:41

Update, 14.39 Uhr:

"Deutscher Anbieter stoppt Rundreisen in Kuba, Spiegel Online, 8.9.2008:

"Windgeschwindigkeiten bis zu 200 km/h, Angst vor massiver Zerstörung: Der Hurrikan "Ike" sorgte dafür, dass zahlreiche deutsche Urlauber ihre Pläne ändern mussten. Auf Kuba wurden rund 800.000 Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht, auch Touristen mussten ihre Hotels wechseln."

"Hurrikan «Ike» trifft in Kuba auf Land", NZZ, 8.9.2008:

"Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Stundenkilometern ist Hurrikan «Ike» an der Ostküste Kubas auf Land getroffen. Nach Angaben der nationalen Wetterbehörde erreichte der Wirbelsturm am Sonntagabend (Ortszeit) die Stadt Punta Lucrecia in der Provinz Holguin.
In der Hafenstadt Baracoa peitschten bis zu sieben Meter hohe Wellen gegen die Küstenlinie, sagte ein örtlicher Vertreter des Zivilschutzes im Fernsehen. Sieben Menschen seien verletzt worden. Ausserdem seien in dem Ort rund 200 Häuser vollständig zerstört worden.
Die kubanischen Behörden hatten in Erwartung des Sturms etwa 800'000 Menschen in Sicherheit gebracht."

"Hurrikan "Ike" versetzt Kuba in "Kriegszustand", Die Welt, 8.9.2008

"Die kubanischen Behörden riefen für die östlichen Provinzen Guantánamo, Santiago de Cuba, Granma, Holguín, Las Tunas und Camagüey die höchste Alarmstufe aus. Insgesamt mussten örtlichen Medienberichten zufolge rund 830.000 Menschen fliehen, darunter auch etwa 13.000 Touristen. Castro sagte in einer im Fernsehen vorgelesenen Erklärung, das ganze Land befinde sich in einer Art „Kriegszustand“. „So hart es uns auch treffen mag, unser Land ist im Stande, das Leben von Kubanern zu retten“, sagte Castro weiter. Die Betroffenen würden so schnell wie möglich Lebensmittel und andere Hilfe erhalten."


Aficionado

bureaucrat,sysop
05.09.2008 13:25

Update zu den Gustav-Schäden auf Kuba: Betroffen sind vor allem Trockenscheunen im Blog.

Beste Grüsse, A.


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