Fidel Castros Rücktritt

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Cigar Wiki's forum : THE CIGAR WIKI : Fidel Castros Rücktritt

Ricci


29.07.2008 13:44
Zuletzt bearbeitet von Ricci am 29.07.2008 14:59

..intime Freundschaft kann sehr aufschlussreich sein:

Norberto Fuentes

Die Autobiografie des Fidel Castro

C. H. Beck Verlag, München 2006 (gibt es auch bei dtv im paperback) ISBN-10 3406542166 ISBN-13 9783406542169 Gebunden, 757 Seiten, 29,90 EUR

Passende Rezensionen findet jeder hier beim perlentaucher: http://www.perlentaucher.de/buch/24519.html

Ein Auszug:

Kapitel XII.

Die Republik und ihr Kapital sind meine Stiefel


Herrscher der Hinterhalte

"Sie sollen erfahren, was auf dem Gebiet der menschlichen Tätigkeiten gelernt habe. Man schreibt aus Überlegung, aber man handelt aus einem Impuls heraus. Ob gut oder schlecht, moralisch oder unmoralisch, gerecht oder ungerecht, was hier erzählt, ist ein Stück Leben was sich ereignet hat. Es ist nicht immer das Ergebnis einer sorgfältigen Überlegung, sondern oft von Entscheidungen und Intuitionen, de mit einem Mal als Teil der Intelligenz auftauchen, einer Intelligenz hinter den Entscheidungen, einer Intelligenz, die nicht nur das Produkt der Ordnung einer mehr oder weniger organisierten Gehirnmasse ist, sondern auch das Ergebnis der Information und vor allem der unbewussten Information.

Ich will Ihnen ein Beispiel geben, für eine Intuition und ihren Reflex im vegetativen Nervensystem.

Einmal - unter vielen anderen Malen - bekam ich während des Guerillakampfs in der Sierra Maestra plötzlich einen trockenen Mund. Es war Ende 1958 in der Schlacht bei Guisa, einem kleinen Ort in den nördlichen Ausläufern der Sierra. In diesem Fall wunderte ich mich über das Verhalten meines parasympathischen Systems, denn ich empfand in dem Moment keinerlei Furcht, und doch fühlte sich mein Mund pelzig und rau an, als wäre er aus Stein. Ich hatte gerade mit meinen Marianas (Die erste Fraueneinheit der Rebellenarmee, der Trupp "Mariana Grajales", benannt nach der Mutter des berühmten Freiheitskämpfers Antonio Maceo y Grajales), dem Trupp junger Frauen, die wir mit den besten Waffen ausgerüstet und monatelang ausgebildet hatten, einen Hinterhalt vorbereitet. Ich hatte sie an einem Durchgang postiert, den die feindlichen Nachschubtruppen unweigerlich passieren musste, und befand auf dem Weg zu anderen Stellungen, die ich noch kontrollieren wollte, als, nur für mich spürbar, alle inneren Alarmsysteme ansprangen. An diesem Tag lernte ich was Intuition bedeutet.

Es ist das von der unbewusst wahrgenommenen Information ausgesandte Signal. Es ist als ein Ganzes zu betrachten, das scheinbar ruht. Und dann erwacht dieses Ganze mit einem Mal. Und es irrt sich nie. Jedenfalls nicht an diesem Nachmittag.

Kaum tauchen die ersten Soldaten hinter einer Wegkuppe auf, kaum begannen die Motoren der Panzerspähwagen und LKWs de Nachschubeinheit in der Ferne zu grollen, ergriffen die Marianas, alle ohne Ausnahme, die Flucht, und ich kann sagen, die heldenhaftesten unter ihnen waren noch zwei oder drei, die wenigstens nicht ihre Waffen zurück ließen.

Nie hat mich ein Verlust von Waffen so geschmerzt wie der jener M2- und San Cristobal-Karabiner. 17 Waffen, die besten unseres Arsenals, waren zurückgelassen worden. Ich habe die Anzahl nicht vergessen. Drei M2, fünf M1 und neun San Cristobal. Obendrein überließen sie dem Feind die gesamte Flanke. All das ist der Teil des Lebens, das ich hier erzähle. Bisweilen handelt es sich dabei um reine, oft ogar recht billige Effekthascherei, die nur einem Propagandazweck dienten und sich später in historische Errungenschaften verwandelten( das scheint das Genie von Fidel auszumachen.Anmerk. von Ricci).

Hinter vielen Denkmälern der Vergangenheit gähnt nur gedankliche Leere.

Die Marianas.

Verwechsle nie deine Illusion mit Notwendigkeit! Merken sie sich das!

Und welche Begeisterung löste damals jene erste Einheit kubanischer Kämpferinnen aus!

Alles Memmen."


...das Buch hat Substanz;-)


Enjoy

bureaucrat,sysop
17.07.2008 11:30

"Die CIA und Fidel Castro - Fast eine Komödie!" (RP Online, 17.7.08):

"Der Cohiba-Plan.
Castro und seine geliebte Cohiba-Zigarre. Sie waren lange Zeit unzertrennlich miteinander verbunden. Die „Cohiba“ wurde speziell für ihn produziert, und galt seitdem als eines seiner Markenzeichen.
Für diese Zigarre sind nicht wie üblich zwei Fermentationsstadien nötig sondern drei, was nicht nur den Teer- und Nikotingehalt verringert, sondern auch einen „smooth taste“, einen besonders weichen Geschmack, verleiht.
Die Leidenschaft Castros für diese Zigarre wollte die CIA in den 60er Jahren ausnutzen, und plante unter Einbeziehung dieser Zigarren-Leidenschaft ein Attentat.
Es wurde eine „explodierende Zigarre“ hergestellt, die Castro als Geschenk erhalten sollte. Der Kubanische Sicherheitsdienst entdeckte jedoch den Versuch, und verhinderte somit diese absonderliche Tat."


Enjoy

bureaucrat,sysop
18.06.2008 11:26

@Cohiba66: Hier noch die Spiegel Version des Auftrittes.


Cohiba66


18.06.2008 09:08

Fidel im Fernsehen: http://www.blick.ch/news/ausland/fidel-duenn-aber-munter-93443


Secundo


14.04.2008 16:41

@Aficionado. Muchas gracias!


Aficionado

bureaucrat,sysop
14.04.2008 12:55

@Secundo: Erledigt. Vielen Dank für den Hinweis.

Beste Grüsse, A.


Secundo


14.04.2008 11:01

Supertipp! Habe ihn aber fast überlesen. Könnte das nicht mit einem anderen Titel aufgeführt werden? Castros Rücktritt verwirrt ein bisschen.


Aficionado

bureaucrat,sysop
13.04.2008 13:07
Zuletzt bearbeitet von Aficionado am 13.04.2008 18:59

Die Banken- und Anlegerwelt beginnt sich (wieder) für Kuba zu interessieren. Stock World schreibt:

"(...) Noch vor Kurzem hätte es kaum jemand für möglich gehalten: Der Inselstaat werde für Investoren interessant. Doch Dank einer gut ausgebildeten Bevölkerung, attraktiver Tourismusziele und wichtiger Rohstoffressourcen wachse die Wirtschaft des Landes seit 2005 im zweistelligen Bereich und habe allein im vergangenen Jahr um rund zehn Prozent zugelegt. Damit gehöre der karibische Inselstaat zu den Spitzenreitern innerhalb Lateinamerikas. Die Société Générale biete Anlegern erstmals die Möglichkeit, von der zukünftigen Entwicklung der kubanischen Wirtschaft zu profitieren."

Und das mit zwei Cuba Baskets. Die Begründungen des Emittenten und die Zusammensetzung der Baskets finden sich in den Zertifikate News von Société Générale.

Beste Grüsse, A.


Compadre


03.04.2008 09:39

"Kaufrausch auf Kuba" (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,545005,00.html) im Spiegel (2.4.08). Hasta luego.


Enjoy

bureaucrat,sysop
31.03.2008 13:46

Der nächste Öffnungsschritt: "Castro erlaubt Aufenthalt in Touristenhotels", Der Spiegel: "Ab sofort ist es den Kubanern erlaubt, in bislang ausländischen Touristen vorbehaltenen Hotels zu wohnen. Angestellte mehrerer Hotels in der Hauptstadt Havanna bestätigten, dass eine entsprechende Anweisung ergangen sei."


Enjoy

bureaucrat,sysop
31.03.2008 09:13

(Beitrag auch in Thread Presse, News & Zigarren)

"Kuba, Castro und Cohiba", Handelsblatt, berichtet über Börsenwetten auf das Kuba der Zukunft: "Bei einer Öffnung Kubas würden einige US-Unternehmen gute Geschäfte machen. Außerdem bevölkern zahlungskräftige Exil-Kubaner die Südküste der Vereinigten Staaten und warten nur auf ihre Chance. Es geht um weit mehr als bessere Verkaufschancen für die legendäre kubanische Zigarre, die Cohiba. Manche Firmen würden bei einer Aufhebung des seit 1962 bestehenden Handelsembargos der USA gegen das herunter gewirtschaftete Kuba ins Spiel kommen. In der Branchenperspektive kämen die Gewinner vor allem aus Tourismus, Schifffahrt, Infrastruktur und dem Rohstoffbereich."


Enjoy

bureaucrat,sysop
28.03.2008 15:43

Nach den Computern das Handy: "Cuba allows unrestricted cellular phone service", Reuters, 28.3.2008:

"Cuba announced on Friday that it will allow Cubans the unrestricted use of mobile telephones for the first time in the latest step by new President Raul Castro to improve access to consumer goods.
Cuba has the lowest rate of cellular telephone use in Latin America with the service been mainly restricted until now to foreigners and government officials."


Aficionado

bureaucrat,sysop
14.03.2008 13:32

"Kubaner dürfen wieder Computer kaufen", schreibt heise online heute:

"(...) Der neue kubanische Staats- und Regierungschef Raul Castro hat den freien Verkauf von Computern, DVD-Playern und anderen Elektrogeräten in dem kommunistischen Land wieder zugelassen. Bislang war der Handel mit diesen Geräten auf der Karibikinsel staatlich reglementiert. Als Grund für die Lockerung wird Pressemeldungen zufolge eine bessere Stromversorgung auf Kuba angegeben."

Beste Grüsse, A.


Aficionado

bureaucrat,sysop
07.03.2008 18:06
Zuletzt bearbeitet von Aficionado am 07.03.2008 18:06

... und noch ein Artikel (besser) passend zum Titel dieses Forum-Threads: Der Welt-Leitartikel "Kubas Perspektiven nach der Ära Castro".

Beste Grüsse, A.


Aficionado

bureaucrat,sysop
07.03.2008 18:01
Zuletzt bearbeitet von Aficionado am 07.03.2008 19:18

Ein interessanter Kuba-Aspekt: Die Rolle des USB-Speichersticks im Bildungswesen. Gelesen in "Cyber-Rebels in Cuba Defy State’s Limits", New York Times vom 6.3.2008

Beste Grüsse, A.


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