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Karlfried


14.02.2008 11:49
Zuletzt bearbeitet von Karlfried am 14.02.2008 11:51

Genau durch solche nicht ganz korrekten, aber hervorgehobenen Veröffentlichungen wird die Panikmache geschürt. Zitat: "…würde auch der Tabakversand an Erwachsene in Deutschland verboten, äußerte sich ein Branchenkenner und Jurist."

Das schreibt doch wieder einer vom anderen ab und so landet das letztlich in der Zeitung mit den großen Buchstaben und in den Nachrichten.

Fakt ist doch vielmehr, dass die gesetzlichen Auflagen des Versandhandels mit Tabakwaren, den bereits bestehenden des stationären Handels angepasst werden sollen. Abgabe nur an Erwachsene. Von einem Totalverbot Versandhandel, auch an Erwachsene, ist nicht die Rede

Leider ist für diese Anpassung wieder mal das Massenprodukt Zigarette verantwortlich. Die hochwertige "braune" Ware wird wohl selten bis kaum von Jugendlichen im Netz bestellt. Aber mal ehrlich, warum sollten für den Versand andere Regeln gelten als im Laden?


Ricci


13.02.2008 22:15
Zuletzt bearbeitet von Ricci am 13.02.2008 22:21

Gerade gelesen auf smokersnews.de:

Neue Hiobsbotschaft:

Bundesrat will am Freitag den Versandhandel von Tabakerzeugnissen verbieten

Neue Beunruhigung trifft die Branche

Was darf an wen verschickt werden? Der Bundesrat wird an diesem Freitag (15. Februar) über einen Gesetzentwurf zur Änderung des Jugendschutzgesetzes (Bundestagssache 3/1/08) verhandelt. Zu diesem Vorhaben hat der Bundesratsausschuss für Jugend und Familie in einer Beschlussvorlage empfohlen den Versandhandel mit Tabakerzeugnissen zu verbieten. Der Gesetzesantrag der Länder befasst sich mit der Änderung des § 10 Jugendschutzgesetz. Dort soll ein neuer Absatz 3 angefügt werden, der lauten soll: „Tabakwaren dürfen nicht im Versandhandel angeboten oder überlassen werden.“

Für den betroffenen Versandhandel würde eine solche Gesetzesänderung fatale Folgen haben. Geht der Ausschuss-Vorschlag durch, würde auch der Tabakversand an Erwachsene in Deutschland verboten, äußerte sich ein Branchenkenner und Jurist.

Es ist angeraten noch am Donnerstag (14. Februar) aktiv zu werden und die jeweiligen Landes-Wirtschaftsministerium schriftlich (Fax oder Mail) zu kontaktieren oder persönliche Kontakte zu Politikern zu nutzen und darauf hinzuweisen, dass bei diesem Vorhaben zahlreiche mittelständische Existenzen und Hunderte von Arbeitsplätzen vernichtet würden.

Noch einmal zu den Fakten: Diese geplante Regelung ist in Zusammenhang mit § 1 Abs. 4 zu sehen, in dem der Versandhandel definiert wird. Das Zusammenspiel des § 10 Abs. 3 mit der umständlichen Definition des § 1 Abs. 4 macht deutlich, dass der Versand von Tabakwaren nur noch an über 18jährige erfolgen darf. Damit wird zum einen ein effektiver Jugendschutz gewährleistet, zum anderen Wettbewerbsverzerrungen verhindert. Zuletzt hatte das Landgericht Koblenz in einem Urteil vom 22. Januar des Jahres festgestellt, dass das Jugendschutzgesetz so undeutlich formuliert sein, dass der Versandhandel mit Zigaretten unbeschränkt, also auch an Jugendliche erlaubt sei, was sicherlich eine Unklarheit beziehungsweise eine Gesetzeslücke darstellt.

Wenn dieser Gesetzesantrag am Freitag angenommen wird und anschließend den Bundestag erfolgreich passiert, ist klargestellt, dass der Versandhandel von Tabakwaren nur möglich ist, wenn der Besteller in geeigneter Form nachweist, dass er über 18 Jahre alt ist


Aficionado

bureaucrat,sysop
09.02.2008 11:19

Der Artikel "Leben mit Glut und Rauch" (Der Standard, 8.2.2008) endet mit dem Schlusssatz:

"Vielleicht sollten wir uns das also noch einmal gut überlegen, bevor wir uns in die Verwandlung unserer öffentlichen Räume in aseptische Zonen fügen, in denen es so gesundheitsfördernd zugeht, dass alle Glut aus ihnen erloschen ist."

Ab und wann gibt es differenziert gedachte und geschrieben Artikel über die Thematik. Besagter Standard-Artikel gehört definitiv dazu.


Enjoy

bureaucrat,sysop
04.02.2008 09:05

Gesehen im Spiegel (4.2.08): "Immobilienboom auf Fidels roter Insel"

"In den USA bricht der Immobilienmarkt zusammen - das kommunistische Kuba scheint immun gegen die weltweite Kreditkrise: In Havanna boomt das Geschäft mit Häusern und Wohnungen. Spekulanten setzen auf steigende Preise - und die Zeit nach Castro."


Aficionado

bureaucrat,sysop
29.01.2008 16:40

Das Herrenzimmer hat mit einem wunderbaren Beitrag auf das Cigar Wiki aufmerksam gemacht. Herzlichen Dank und beste Grüsse! A.


Enjoy

bureaucrat,sysop
17.01.2008 15:28

Gesehen: "Rauchen in der Mietwohnung - was ist erlaubt?"

In der Wohnung und auf dem Balkon darf geraucht werden. Grund: nach Ansicht der Gerichte gilt das Rauchen in den eigenen vier Wänden als „Konsequenz freier Willensentscheidung, als Teil sozialadäquaten Verhaltens in der Wohnung, dem Zentrum der Lebensgestaltung.“ (Landgericht Köln, AZ: 9 S 188/98 und Landgericht Paderborn, AZ 1 S2/00).


Aficionado

bureaucrat,sysop
16.01.2008 11:17

"Castro vor Comeback", titelt Die Zeit nach dem Besuch von Brasiliens Präsident Lula in Havanna und schreibt unter anderem:

"(...) Der 81-jährige kubanische Revolutionsführer Fidel Castro ist nach Einschätzung des brasilianischen Präsidenten Inácio Lula da Silva bei bester Gesundheit und könnte bald wieder eine politische Rolle übernehmen. Castro sei auch geistig hellwach, sagte Lula nach einem zweieinhalbstündigen Treffen mit Kubas Machthaber, der 2006 seinem Bruder Raúl Castro die Staatsgeschäfte übertragen hatte und seitdem in der Öffentlichkeit nicht mehr aufgetreten war."

Beste Grüsse, A.


Aficionado

bureaucrat,sysop
15.01.2008 13:32

Intelligent und charmant, der ORF-Beitrag "Rauchen - Ein Laster der Regierungen". Ein kleiner Auszug:

"(...) Durch den Ausfall der Tabaksteuer, mit der sich Raucher ihre Krankenhausaufenthalte selbst finanzieren, wird der Fiskus in die Enge getrieben. Gesundheitsminister und Finanzministerinnen zerbrechen sich also die Köpfe: Man will etwas für die Gesundheit zustande bringen, wie der Kolumbus sein Ei. - "Schnitzelsteuer". Bereitwillig werden alle Staaten diese Idee popularisieren und gesetzlich verankern."


Aficionado

bureaucrat,sysop
11.01.2008 14:18

Der Tod der Meisterzigarre - oder der Artikel "So sahen Sieger aus" in der Süddeutschen mit folgendem kurzen Auszug:

"Schon lange vor Autokorso, Konfettiregen und Bierdusche gehörte sie zu sportlichen Triumphen dazu: die Meisterzigarre. Nichts betont ein selbstgefälliges Siegergrinsen trefflicher als eine qualmende Cohiba im Mundwinkel. Eine Hand am Pokal, eine am überdimensionalen Bierhumpen, der stinkende Stummel im Gesicht: So sehen Sieger aus.
So sahen Sieger aus! Vorbei ist es mit dem Qualm, die neuen Nichtrauchergesetze kennen kein Pardon, keine Ausnahmen für Profisportler."

Beste Grüsse, A.


Aficionado

bureaucrat,sysop
09.01.2008 18:13

Smoke Magazine Online hat einen interessanten Artikel "Cigar City USA" publiziert. Den Aspekt "Clear Havana", also die in den USA von Kubanern aus kubanischem Tabak gefertigte Zigarre, wird auf einer gleichnamigen Seite des Cigar Wiki behandelt.

Beste Grüsse, A.


Aficionado

bureaucrat,sysop
08.01.2008 12:42
Zuletzt bearbeitet von Aficionado am 08.01.2008 12:43

Florian Rentsch, Gesundheits- und sozialpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessichen Landtag, liess und folgende Pressemitteilung zukommen:

Nichtraucherschutzgesetz – 100 –Tage Bilanz

Florian Rentsch: „Bilanz der ersten hundert Tage ist verheerend, das Kneipensterben hat begonnen.“
Wiesbaden – 100 Tage nach in Kraft treten des Gesetzes zum Schutz vor den Folgen des Passivrauchens sieht der sozialpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Florian Rentsch, all seine Befürchtungen bestätigt und zum Teil übertroffen. „So gut der Nichtraucherschutz in öffentlichen Räumen wie z.B. am Flughafen eingehalten wird, so schlecht geht es den Gaststätten. Besonders betroffen sind die Lokale, die nur aus einen Gastraum bestehen und deswegen nicht die Voraussetzungen erfüllen können, um Raucherräume einzurichten“, so der Sozialpolitiker.
„Entgegen aller Mutmaßungen und Versprechungen der anderen Parteien und der Landesregierung kompensieren die nichtrauchenden Gäste das Wegbleiben der rauchenden Gäste keineswegs. Mindestens fünf so genannte Ein-Raum-Kneipen mussten in Hessen bereits schließen. Weitere stehen kurz davor. Umsatzeinbußen von bis zu 80 Prozent haben ihnen schlicht das Genick gebrochen“, so Rentsch. Der FDP sind außerdem viele weitere Fälle bekannt, die Umsatzrückgänge zwischen 30 und 60 % zu beklagen haben. „Auch klassische Restaurants sind mit dem Gesetz nicht glücklich, zwar sind hier die Gästezahlen oftmals gleich geblieben, aber die Verweildauer der Gäste ist merklich kürzer geworden. Auch dies wirkt sich negativ auf den Umsatz aus“, so Rentsch weiter.
Diesen Trend belegt auch eine Umfrage der IHK Kassel unter 1400 nordhessischen Gastronomen. Danach fällt es jedem dritten Café-, Restaurant- und Kneipenbesitzer schwer, die wirtschaftlichen Folgen des Rauchverbots zu kompensieren. 15 % der Betriebe beziffern ihre Umsatzeinbußen auf mehr als 50 %. Gut jeder zweite Befragte geht davon aus, dass sein Geschäft weiter einbricht, viele sehen ihr Lokal sogar vor dem Aus.
„Die Mehrheit der Befragten ist für die Liberalisierung des Gesetzes, im Sinne einer Wahlfreiheit für Gäste und Wirte, wie sie die FDP in Hessen schon bereits seit Februar propagiert“, erläutert Rentsch die Ergebnisse der Umfrage. Danach kann jeder Gastronom selbst entscheiden, wie er seinen Betrieb führen möchte, er muss dies lediglich mit einem Raucher- bzw. Nichtraucherschild deutlich sichtbar an seiner Tür kenntlich machen.
Der Sozialpolitiker bemängelt auch die unterschiedliche Handhabung und Auslegung des Gesetzes in verschiedenen hessischen Regionen. So ist dem Liberalen beispielsweise ein Fall bekannt, in dem ein Hotel seine Bar mit Tresen zum Raucherbereich erklären durfte, ein anderer Wirt im selben Landkreis jedoch, der einen separaten Raum mit eigenem Zugang hat, wegen des Tresens hingegen nicht. „An diesen Beispielen lässt sich deutlich erkennen, dass die Existenzgrundlage vieler Gastronomen am seidenen Faden der Interpretation des Gesetzes durch die örtlichen Ordnungsämter hängt. Die Ende Dezember ergangenen Erlasse des Hessischen Sozialministeriums und des Wirtschaftsministeriums zum Gesetz sind ein weiteres Indiz für den dringenden Nachbesserungsbedarf der hier herrscht“, so Rentsch.
Erfreut zeigt sich der Liberale über die vielen Initiativen gegen das Rauchverbot. „Demonstrationen, Klagen, Petitionen und Unterschriftenaktionen im ganzen Land zeigen uns, dass wir mit unserem liberalen Konzept viele Menschen ansprechen und auf dem richtigen Weg sind. Die Verbots(un)kultur in unserem Land geht nämlich nicht nur Rauchern gegen den Strich. Dies unterstreichen auch die von 11.016 Personen unterzeichnete Petition aus Wetzlar, die rund 1.200 Unterschriften aus dem Hochtaunuskreis sowie die 2.400 in Fulda gesammelten Unterschriften. Deswegen werden wir die Liberalisierung des Gesetzes auch zum Gegenstand der Koalitionsverhandlungen mit der CDU machen, wenn uns der Wähler am 27. Januar 2008 den Auftrag hierzu gibt“, so Rentsch abschließend.


Aficionado

bureaucrat,sysop
03.01.2008 14:58
Zuletzt bearbeitet von Aficionado am 03.01.2008 15:10

DTZ schreibt im Artikel "Weihnachtsgeschäft auf den letzten Drücker":

"(...)zufriedenstellend bis hin zu Aussagen wie „am Ende war es super“, lauteten die Einschätzungen zum Weihnachtsgeschäft 2007. Das ergab eine nicht repräsentative DTZ-Umfrage im Tabakwaren-Einzelhandel."

Entgegen der mit dem Wort "super" gemachten Anspielung vermögen die im Online-Auszug zitierten Fachhändler aber bloss Negatives zu berichten. Ein Auszug:

"(...) Selbst ansonsten übliche kleinere Geschenke an Tabakwaren und Zubehör für Freunde und Familienangehörige wurden bei der unsicheren Gesamtsituation nicht selten reduziert oder fielen aus (...)"

Was lernen wir (respektive die Redakteure von DTZ-Online): Positiv kommunizieren, Menschenskinder!

Beste Grüsse, A.


Aficionado

bureaucrat,sysop
30.12.2007 15:14

"Dunkle Schönheiten aus Havanna" titelt Hans Bewersdorff seine neuesten Rauchzeichen und schreibt u.a.:

"Die neue Maduro-Serie gehört zum Besten, was Kuba derzeit zu bieten hat. Hier und da zeigt sie kleinere Schwächen, aber die sind vertretbar, weil man sie mit ein bisschen Erfahrung und Fingerspitzengefühl umgehen kann. Da wäre zum einen das Dauerproblem mit der zu geringen Tabakmenge. Wir kennen das von der Montecristo Edmundo und den Vitolas anderer Marken, die immer wieder heimlich auf Diät gesetzt werden. Angeblich will man Ärger mit schlecht oder kaum ziehenden Havannas vermeiden. Die Wahrheit ist: Bei den dicken Puros gab es in dieser Hinsicht kaum Probleme."

Beste Grüsse, A.


Aficionado

bureaucrat,sysop
29.12.2007 16:18

Die Schwäbische Zeitung Online schreibt im Artikel "Lassen Sie's krachen - aber ohne Böller" unter anderem:

"Investieren Sie ihr Böllergeld in eine feine Zigarre. Mindestens eine Havanna sollte es schon sein. Die rauchen Sie dann am Silvesterabend - aber bitte nicht auf Lunge. Sehen Sie dem aufsteigenden Rauch zu und wünschen Sie sich etwas. Sie werden es nicht bereuen."

Beste Grüsse, A.


Aficionado

bureaucrat,sysop
18.12.2007 19:12

Hallo Compadre

Wie sich Kuba halten könnte, zeigen unter anderem das Online-Dossier Castro & Kuba von ARTE oder die Artikelsammlung zum Thema, die ich für den Cigar Blog zusammengestellt hatte (s. Liste am Schluss des Blog-Beitrages).

Beste Grüsse, A.


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